Schwarz-gelbe Finanzpolitik kostet den Kreis Göttingen 3,3 Mio Euro
28. Januar 2010
0 Kommentare
Lange hatte sich Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gewunden und die Antwort auf Fragen der SPD-Landtagsfraktion zum kommunalen Finanzausgleich verweigert. „Jetzt hat er nach politischem Druck – die SPD hatte schon im August 2009 gefragt – kurz vor dem Jahreswechsel konkrete Zahlen geliefert, die deutlich machen, dass die Landesregierung die finanzielle Krise der Kommunen durch eigenes Handeln noch verschärft hat“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke.
Hintergrund ist, dass die Regierung Wulff trotz vollmundiger Zusagen den kommunalen Anteil an den Landessteuereinnahmen nicht auf den alten Stand von rund 16 Prozent angehoben hat. Der kommunale Finanzausgleich (KFA) sieht aktuell in Niedersachsen nur 15,5 Prozent vor. Und im Bundesrat hat sie dem sogenannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugestimmt.
„Diese Politik hat aber auf die Kommunen im Landkreis Göttingen erhebliche Auswirkungen. Laut der Antwort des Innenministeriums verliert der Landkreis 2010 im KFA allein rund 3,3 Millionen Euro, niedersachsenweit sind es rund 99 Millionen Euro. So wird auch deutlich, was das seit 2010 geltende Wachstumsbeschleunigungsgesetz für einschneidende Wirkungen auf die Einnahmen der Kommunen hat. Es führt landesweit bei den Kommunen zu Mindereinnahmen von 76 Millionen allein in 2010. Die Summen steigern sich in 2011 auf 136 Millionen und 2012 sogar auf 160 Millionen.“
Vor diesem Hintergrund sei es unverantwortlich, dass in der Koalition in Berlin weitere Steuersenkungen geplant würden. „Von den Kosten der geplanten Gesundheitsreform für die Steuerzahler einmal ganz abgesehen“, sagte Ronald Schminke.
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.
Kommentar schreiben
(Trackback)