20. Januar 2010
0 Kommentare
Niedersachsen will moderne Technik beim Kaliabbau
„Die Karten werden jetzt neu gemischt und insbesondere auf der EU – Ebene wird die progressive Niedersächsische Position viel Aufsehen erregen“, erklärte der SPD Landtagsabgeordnete Ronald Schminke.
Kali und Salz habe heute im Landtag eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen, denn anders als in Hessen und Thüringen habe man sich in Niedersachsen eben nicht auf die schlichte Erpressungsformel Arbeitsplätze gegen Umweltschutz eingelassen, sondern stattdessen mit der Forderung nach moderner umweltfreundlicher Technik und andererseits längeren Grubenlaufzeiten auch die langfristige Arbeitsplatzsicherheit für die Kalikumpel in den Vordergrund gerückt. Zudem habe das Unternehmen in der Vergangenheit mit seinem Zickzackkurs selbst die getreuesten Partner am Runden Tisch verschreckt.
Schminke: „Erstaunlich ist auch die Geduld der Aktionäre mit dem Management von K & S. Das Festhalten an nachweislich gescheiterten Entsorgungspraktiken, wie zum Beispiel der Verpressung, schwächt die Position des Unternehmens gewaltig. Mit dem angeblich neuen System einer Integrierten Salzwassersteuerung hat man das bisherige Informationschaos nur noch perfektioniert.“
Die Experten von K & S hätten ferner im Niedersächsischen Landtag bei einer Anhörung eine katastrophale Vorstellung geboten, erklärte Schminke. Eine nachvollziehbare Strategie sei bis heute nicht erkennbar. Die Kosten für eine Nordseepipeline wollte man der Allgemeinheit aufdrücken und die Einleitungsvarianten in die Oberweser sowie unterirdische Entsorgungswege seien trotz aller Expertenwarnungen immer noch nicht vom Tisch.
Die Interessen der Werra- und Weseranrainer würden völlig übergangen. Angelvereine, Fischereigenossenschaften, Landwirte und Naturschutzverbände würden am RUNDEN TISCH mit Gutachten zugemüllt, ohne tatsächlich Einwirkung auf Entscheidungen des Unternehmens zu bekommen. Mehrfach habe der Konzern Fakten geschafffen, ohne den RUNDEN TISCH vorher einzubeziehen.
Schminke: „Ich bin gespannt, wie lange sich die Aktionäre so ein Management noch leisten wollen. Niedersachsen hat nun die Notbremse gezogen und wir werden auch auf der EU – Ebene nicht locker lassen. Wir prüfen deshalb alle rechtlichen Möglichkeiten, um gegen diese gigantische Umweltsauerei auch vor dem EUGH zu Felde zu ziehen.“
Allein Kali und Salz trage die Verantwortung für dieses Vorgehen, weil man sich in der Vergangenheit in keiner Weise kompromissbereit für umweltfreundliche Lösungsansätze gezeigt habe. Es sei dem Unternehmen zwar gelungen, auf hessischem und thüringischem Terrain bei den Entscheidungsträgern Druck aufzubauen, aber diese blutleere Strategie sei spätestens in Niedersachsen gescheitert.
Schminke: „Wir fordern den Einsatz moderner und umweltschonender Abbautechnik. Es geht uns um die Einhaltung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und es geht uns insbesondere auch darum, mit modernen Abbaumethoden kostbare Rohstoffe effektiver auszubeuten und somit die Arbeitsplätze im Kalirevier wesentlich langfristiger abzusichern!“
Unsere Internetseite soll eine Plattform für ernsthafte Diskussionen sein, bei dem Toleranz, Offenheit und Fairness zu den Grundprinzipien gehören. Wir begrüßen sachliche und konstruktive Inhalte, die zu einer angeregten Diskussion beitragen und der Meinung anderer Kommentatoren tolerant und unvoreingenommen begegnen. Wird gegen diese Grundprinzipien verstoßen, kann dies zur Löschung von Kommentaren führen.
Um bei uns zu kommentieren muss die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden. Selbstverständlich wird diese E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht und auch nicht an Dritte weitergegeben. Die Angabe einer falschen E-Mail-Adresse ist ein Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen. Wir machen daher Stichproben, die dann zur Löschung von Kommentaren führen können. Mit Absenden des Formulars werden unsere Nutzungsbedingungen anerkannt.
Kommentar schreiben
(Trackback)